Nach einer wunderschönen Rorate im Stift Seitenstetten - komponiert von Anton Steingruber für Männerchor -

bin ich dann zufrieden nach Hause gefahren:  

 

 

Heimfahrt von der Rorate

Goldener Himmel, was zeigst du uns an?

Den Morgenhimmel, einen leuchtenden Tag?

Oder wird's Schnee heute geben,

vor Weihnacht noch, sag?

Langsam verschwindet der Vollmond

im rosigen Nebelmeer,

nickt uns noch zu, schaut aber dann

nimmermehr her.

Die Raben kreisen hoch oben und froh,

sie haben die Nacht überstanden,

und auch wir sagen unserem Herrgott Dank,

eh' wir im Tagleben landen.

Ja, schön soll er werden, ein leuchtender Tag!

Voll Liebe, Zufriedenheit, Heil,

und jedem Menschen, der Gutes will tun,

dem werde das Glück auch zuteil.

Ingrid Streicher

 

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Gaudete

Gaudete!

In zwei Tagen schon

feiern wir dritten Advent.

Wie rasch wird dann Weihnacht sein

und uns allem warm ums Herz,

weil wir zusammen sitzen

in der Stube

und auf den Abend warten ...

Gemeinsam gehen wir

auf den Friedhof,

unsere Ahnen zu besuchen,

ein Licht auch für sie zu entzünden,

damit sie bei uns sein können

in dieser heiligen Nacht ...

Gaudete!

Zweimal noch schlafen

und die Freude ist da.

 

I.S.

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Ahnung von Gold

Das Gold der Blätter

ist nicht mehr massiv,

es ist ein Hauch nur,

wie mit Blattgold versehen,

der Name sagt es schon!

Und bläst du darauf,

segelt es durch die Lüfte,

vergoldet das Himmelsblau -

und du musst an einen Engel denken,

seine wunderschönen Flügel -

einen Weihnachsengel.

Und dir fällt ein,

dass die Zeit bald kommt,

in der die Weihnachsengel fliegen ...

Ingrid Streicher

 

Denkt Ihr auch dran: bald, in ein paar Tagen nur, haben wir den ersten Advent,

wir zünden Kerzen an, freuen uns über das wachsende Licht - und ja,

auch die Weihnachtsengel beginnen zu fliegen!!!!!

 

 

 

 

Im November

 

Nebelschwaden zerstückeln den Sonnenkreis,

das Singen der Sterne verstummt.

Ein frierender Vogel flüchtet,

Flügel schlagend,

in die schwankenden Äste der Buche,

deren Blätter wie ein verloderndes Feuer

zusammensinken im Moos.

Der kalte Wind geht über die Felder

und trauernd entläßt der Herbst

seine goldene Pracht.

Ingrid Streicher

 

Maiwonnen

Wehmut erfüllt mich,

wenn ich des Maiens Wonnen

wieder denke,

wenn ich mich sehne

nach der Jugendzeit;

wenn ich der ersten Liebe

holden Angst gedenke,

des zarten Zitterns

und der leisen Sinnlichkeit;

wenn ich den Duft des Flieders

und des Jasmins berückend Süße

wieder fühle,

und auf der heißen Haut

der lichten Nächte sanfte Kühle;

wenn die Erwartung groß,

der Zukunftsglaube klar -

und Hand in Hand zu gehen

schon die Erfüllung war ...

Ingrid Streicher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schön langsam gibt es hier wieder eine Homepage für mich. Ich hoffe, dass sich ab und zu wieder Leser einfinden werden. Die letzten beiden Jahre waren für uns, meinen Josef und mich, aus verschiedenen Gründen sehr anstrengend - Operationen, KG-Aufenthalte, Schlaganfall meines Partners usw. Und da meine liebe Freundin Rita Keller aus Gelsenkirchen ihre eigene HP neu aufbereitet hat (an der meine ja dranhängt - vielen, vielen Dank, liebe Rita, weil wir grad davon reden), ist in der Zwischenzeit auch meine HP neu eingerichtet worden, und ich bin dabei, die Inhalte neu zu gestalten.

In der Spalte "Bücher" gebe ich jetzt einen Überblick über meine Bücher - nur in anderer Reihenfolge. Ich beginne mit dem letzten Buch, das von mir erschienen ist (im Herbst 2017 - Gebete), und beschreibe dann die anderen Bücher. So sind die, die noch erhältlich sind, hier am Beginn gereiht. Meine früher erschienen Bücher ( ab 1992) sind zum Großteil schon vergriffen; manche Leser haben aber Glück und können sie noch über Amazon erhalten. Falls Sie Bücher bestellen wollen - bei mir sind sie auf alle Fälle billiger, ich verkaufe sie zu dem Preis, zu dem ich sie vom Verlag bekomme.

Wenn ich mit allem nach bin, möchte ich dann auch noch die Anthologien hier vorstellen, in denen ich mit mehreren Gedichten oder Geschichten vertreten bin, da gibt es auch noch sehr schöne Werke in der Reihe Edition Rosengarten von Rita Keller und in der Edition Lebenszeichen von Friederike Amort. Sie können mich jederzeit über meine E-Mail- Anschrift im Impressum erreichen.

 

Ab und zu werde ich hier, in dieser Spalte "Neues"auch ein neues Gedicht einsetzen oder auf Lesungstermine und Bucherscheinungen hinweisen.

Gleich eins, passend zum Monat.:

 

Lebenslust:

das Segeln der Schwalben

unter dem Morgenhimmel.

Schau ihnen zu,

und du verstehst,

was das ist.

ingrid streicher

 

 

 

Wünsche an den Juni

Wir haben Juni, wie wird's weitergehn?

Mit Sonnenschein, das wäre wunderschön,

mit blauem Himmel und dem zarten Wind,

sodass wir endlich wieder mal zufrieden sind!

Wer ist verantwortlich für unser Klima?

Der Petrus, sagte man, der macht das prima!

Doch leider sind die Zeiten längst vorbei,

die Menschen selber treiben vielerlei;

sie sprühen Gifte in die gute Luft,

so manche Schadstoffwolke wird verpufft,

der Kunststoffsäckchen liegen viel herum,

und Wälder werden abgeholzt, zu dumm!

Man betoniert das kleinste Fleckerl Gras,

die Bauern bringt man um - das ist kein Spaß!

Zum Kindergroßziehn hat man keine Zeit,

o Gott, das Weltgericht ist nicht mehr weit.

So lasst uns träumen heut von schönen Tagen,

lasst beten uns und bitten, ohne Zagen

in eine Zukunft gehn, die wieder hell

und unsrem Lebensinhalt reinster Quell.

Ingrid Streicher