Dieses Buch, mein zur Zeit letztes, ist im September 2017 herausgekommen.

Durch Spitalsaufenthalt, Operation, Reha-Aufenthalt usw. konnte ich es erst im April 2018 bei einer Lesung vorstellen.

 

GEBET - Segen. Trost. Wunder.

Gespräche mit Gott

Das Buch ist fest gebunden, hat 116 Seiten und ist wieder im Hager Verlag in Stolzalpe erschienen. Es kostet Euro 17,--

SW-Fotos zu jedem Kapitel habe ich gemacht; das Titelbild wurde gemalt von Vera Ledoldis - Streicher, meiner Schwiegertochter. Man sieht darauf eine alte Kapelle in Gaflenz ... genau wie auf dem Bild lehnt sie sich an den Baum.

In den Gedichten in diesem Buch rede ich mit Gott über die Natur, über die Liebe, über Probleme der Menschen, die Erde ...., und ich hoffe auch, dass manche dieser Texte dem Leser Trost bringen können (z.b. Gebet für Kranke  usw.)

Das Buch steht unter dem Motto:

Ein Leben ohne Gott

ist wie ein Sommer ohne Sonne,

ein Winter ohne Weihnacht

oder ein Herz ohne Liebe.

 

Drei kleine Texte möchte ich hier mal anführen als Beispiele:

 

Was für ein Trost ist das Gebet,

wenn man in Leid und Sorge steht,

wenn man in Tränen aufgewacht,

und kaum geschlafen in der Nacht;

 

was für ein Trost ist das Gebet,

wenn uns der kalte Wind umweht

und man dem Tod ins Aug geschaut,

wenn alle Hoffnung ist ergraut ...

 

Dem Einen nur kann man vertrauen,

auf seinen Segen weiter bauen:

Das Beten hilft dir immer weiter,

es bleibt dein tröstender Begleiter!

 

 

Ostersonntag

 

Regentropfen glitzern

am Ostermorgen,

fallen leise

auf die gewaschenen Straßen.

Im Garten

leuchtet hell das Grün

wie frischer Frühling,

Tulpen und Narzissen

schenken ihm

Farbenpracht.

Freudentränen

auf verbrannter Seele.

Danke, lieber Gott,

danke.

 

 

Maria Himmelfahrt

 

Welch lichter Tag ins Fenster lacht!

Die Nebelschleier wallen,

das zarte Blau krönt Berg und Wald,

die Seelenschranken fallen.

 

Der Bergkapelle Glockenklang

hell durch das Tal erschallt,

und in den Himmel hebt sich hoch

die hehre Lichtgestalt.

 

Die gute Kraft in Kräuter dringt,

schenkt ihnen Duft und Stärke -

Maria, zu dir beten wir!

Hab Dank für deine Werke!

 

 

 

 

 

 

Sitz di nedda her a Neichtl

Gedichte in Mundart

Das Buch ist fest gebunden, hat 70 Seiten und ist im Verlag Wolfgang Hager in Stolzalpe in der Stmk. 2013 erschienen.

SW-Fotos sind von mir, der Einband (Landschaft in der Blockheide im Waldivertel) wurde von Vera Ledoldis-Streicher gemalt. (Weitere Bilder von ihr sieht man auf ihrer HP: www.vera-ledoldis-streicher.at)

Der Preis des Buches  beträgt Euro 13,50

 

Sitz di nedda her a Neichtl,

sitz di her zu mia.

Bruada, Schwoga oda Schwesta,

Diandal in da Bliah.

Los ma zua, i zöh da wos,

woaß recht vü zun Redn,

mecht so gern so maunches Wort

an di weidagebn.

Gfrei mi, waunst a lochn tuast,

sunst is goa nix, wos du muasst.

 

 

 

Obschiad

 

Liaba Freind,

host uns valossn.

Bist schau gaunga

in de Wööd,

in der liachte Engal singan,

neahmt mehr streit

ums liabe Gööd.

Hob an Friedn iatzt,

du Guata,

leg di nieda,

schlof in Ruah;

moch de Augn,

weist jo miad bist,

moch sie

oafoch zua.

 

(einem verstorbenen Freund)

 

 

 

 

 

LEMNISKATE

Gasteiner Geschichten

fest gebunden, 64 Seiten, Geschichten, Gedichte und Fotografien aus dem Gasteinertal,

Herausgeber Gasteiner Kulturkreis und Salzburger Landesregierung; 2012

Preis  Euro 11,50

 

Die weibliche Ich-Erzählerin dieser Gasteiner Geschichten verbringt wieder einmal eine Woche in ihrem geliebten Kurort. Sie sucht Plätze auf, die ihr immer wieder zu einem Born der Freude und des Lebensmutes werden, wandert, verliebt sich, nimmt wieder Abschied .... Für alle Freunde des Gasteinertales und solche, die es noch werden möchten, eine Muss-Lektüre!!!

Jedes Kapitel wird eingeleitet von einem passenden Gedicht.

 

Wieder in Gastein

 

Ein Schluchzen geht durch meine Seele,

Ergriffenheit ich nicht verhehle -

nach Jahren wieder in Gastein:

Da kann man doch nur glücklich sein!

 

Die Ache rauscht und braust wie je,

wenn ich an ihrem Ufer geh;

die Berge leuchten weiß und rein -

da muss man wieder glücklich sein!

 

Die Luft, erquickend, herrlich klar,

ein Paradies ist hier, fürwahr!

Dies Tal, voll von Erinnerung -

zufrieden bin ich hier, und jung.

 

 

Lemniskate

Der Kreislauf der Natur ist endlich nie.

Nach frost'gem Winter folgt ein linder Lenz,

dem Blühen dann des Sommers Energie -

man fühlt der Sonne segnend Existenz - ;

der Tanz der Farben drauf im Malgenie

des Herbsts, mit Lorbeer ich ihn gern bekränz'.

Unendlich ist das Wachsen und das Werden,

des Schöpfers Kunst und Allmacht hier auf Erden.

 

 

 

ZWISCHEN BERG UND TAL

Lyrische Wanderung durch das Gesäuse

Gedichtband, entstanden gemeinsam mit  Friederike Amort in der Edition Lebenszeichen/Mondstein 2009 im Buchverlag Steinmaßl, Grünburg

Fest gebunden, 56 Seiten - mit neun Aquarellen der Gesäusemalerin Elfi Lechner.

Vorwort von Prof. Josef Hasitschka

Preis Euro 11,50

 

Als Beispiel hier zwei Gedichte aus dem Buch, das erste verfasst von Friederike Amort (Mystisches Moor),

das zweite (Bergsteigerfriedhof) von Ingrid Streicher.

 

 

Mystisches Moor

 

Nebelschleier

kleben an ödem

Geäst und Baum

ein Rabe krächzt

an Tränentagen

man hört ihn kaum

die trübe Wildnis

dämpft sein verlass'nes

Klagen

 

Irrlichter

tanzen zwischen

Halm und Zweigen

die braun und grau

vom Modertod

verführerischen Reigen

das Moor gluckst leise

ganz ferne schimmert

Abendrot

 

 

Bergsteigerfriedhof

 

Sehnsucht nach dem Berg,

dem Gipfel,

der Freiheit.

Die Sehnsucht

fühltet ihr alle.

Ihr wolltet Stille,

Reinheit atmen,

Frieden.

Nach oben

führte euer Weg,

nach oben

euer Streben.

 

Ihr habt es erreicht,

das Ziel.

Ihr seid nun

auf dem Berg,

dem Gipfel.

Im Frieden,

bei IHM.

 

 

 

DER AMSEL LIED

Gedichte

Fest gebunden; 104 Seiten; erschienen in der Edition Mondstein, Buchverlag Steinmaßl, Grünbach, 2008

Die Herausgabe wurde vom Land NÖ unterstützt

 

Dieses Buch ist eine Sammlung von Gedichten, die uns von Blumen und Bäumen, Tieren und Menschen in den verschiedenen Jahreszeiten erzählen und immer wieder die Kongruenz des menschlichen Lebens mit diesem ewigen Kreislauf erkennen lassen.

Die Germanistin Mag. Erika Haider schreibt über dieses Buch: "Schlichtheit des Satzbaus, gläserne Klarheit der Aussage, und - im Kontrast dazu - eine stark beeindruckende Bildlichkeit: Diese Elemente sind es, die Ingrid Streichers Texten eine besonderes Ausstrahlung und Tiefe verleihen. In Strophen oder freien Rhythmen, in Reimen oder einfach über die wunderbare Musikalität ihrer Sprache - auf verschiedensten Wegen erreichen sie das Herz des Lesers."

 

Aus jeder Jahreszeit hier ein Beispiel:

 

Dein Lied, Amsel

 

Vor Sonnenaufgang schon

melodischer Gesang:

dein Lied, Amsel!

Frühlingskünderin,

in Strophen,

flötend und bewegt,

so steckst du

dein Revier;

dann lockst du wieder her

im liebessüßen Drang.

 

Vertraut wie Heimat

ist dein Singen,

dein Trillern, Jubiliern,

und spät im Herbst

dein Abgesang.

Du bleibst.

Du fliehst nicht,

schweigst nicht lang.

 

xxxxxxxxxx

 

In prächtigen Farben

naht wieder der Sommer

 

In prächtigen Farben

naht wieder der sommer.

Der Wind spielt

lächelnd im Haar,

streicht über die Felder,

liebkost deine Wangen.

Du weinst,

weil so schön

es einst war ...

 

In prächtigen Farben

naht wieder der Sommer,

schenkt Blumen

und Wärme und Licht;

Erinnerung wandert

durch Tannenwälder,

die hohen Bäume,

sie warten

auf dich ...

 

Im Sommer kannst einmal noch

Hitze atmen,

die Liebe, das Sein

und den Tod;

in Farben und Flammen

schlägt alles zusammen -

an diesen Tagen

in Rot.

 

xxxxxxxxxx

 

Verloren

 

Wenn Winde durch den Laubwald gehn,

dann ist's,

als ob die Wasser rauschen;

ein Märchen, ein vergessenes,

dem wir in Andacht lauschen.

 

Der Mutter Stimme hörn wir leise

und fühlen ihre sanfte Hand:

Verloren, ach, so viel vereloren.

Wir trauern.

Gedanken ziehen einsam übers Land.

 

xxxxxxxxxx

 

Wintersonnenwende

 

Lichter am Baum

und Lichter am Himmel -

sie erhellen

die dunkelste Nacht;

 

in ihrem Strahlen

und ihrem Gefunkel

spürn wir der Sonne

strahlende Macht!

 

Sterne sind Kerzen

und Kerzen sind Wärme,

wissen um lachende

Zuversicht,

 

wissen um Wachsen und

wissen um Werden -

und vergessen

die Liebe nicht.

 

 

 

 

 

NIGI NAUGI,

das Steinemännchen

und andere Geschichten

 

2006 in der Edition Mondstein erschienen, im Buchverlag Steinmaßl, Grünburg,

fest gebunden, durchwegs illustriert; 40 Seiten, Preis Euro 11,50

 

Als ich 2004 zum ersten Mal Großmutter wurde, begann ich, für meine Enkelin Lea Kindergeschichten zu schreiben. Meine Schwiegertochter Vera Ledoldis-Streicher, die Malerin ist,

illustrierte das Buch mit entzückenden farbenfrohen Bildern, und so entstand NIGI NAUGI - für Kinder und Erwachsene, die im Herzen jung geblieben sind. Leser und Vorleser werden

verzaubert von den Geschichten um das kleine Steinemännchen, das in einer alten Felsmauer wohnt, von den gefährlichen Ausflügen der beiden Stiefelchen, Leas Elfenträumen und

den Erlebnissen eines kleinen Jungen im Kaufhaus ....

 

Eine kleine Leseprobe aus der ersten Geschichte:

 

.....

Tief drinnen in der Höhle, die sich zwischen den großen Steinblöcken vor Jahrtausenden gebildet hatte, war es dunkel und kühl. Nur durch eine schmale Ritze fiel von hoch oben ein feiner Sonnenstrahl herein, der etwas Wärme und Licht in dieses dunkle Reich brachte. Und genau in diesen kleinen Fleck Sonnenschein hinein bewegte sich jetzt etwas: zwei kleine graue Schuhe, die an zwei zierlichen Füßen steckten, streckten sich und dehnten sich wohlig, und ein sanftes Stimmlein rief: "Ach, ist das gut!" Und dann tauchte aus der Finsternis schön langsam das ganze Männchen auf, dem diese Füße und Schuhe gehörten. Ein kleines, verhutzeltes Männchen war das, nicht größer als ein Fichtenzapfen, mit einem grünen Moosröckchen über den grauen Hosen, einem riesigen verwilderten Bart im runzeligen Gesichtchen ... aber mit hellblauen, freundlichen Augen, die munter herumschauten.

"War denn schon wieder dieses liebe Mädchen da, die Irmi, die mich gerufen hat?", fragte sich Nigi Naugi, das Steinemännchen, das seit vielen, vielen Jahren hier firedlich unter den Steinblöcken hauste. Ja, und Irmis Mama auch, dachte Nigi Naugi. Die kann nie glauben, dass Irmi mich wirklich einmal gesehen hat! Irmi ist so ein waches Kind, sieht alles und hört alles, und vor allem kann sie noch glauben, dass es Dinge gibt, die die Großen nicht mehr verstehen können! Immer, wenn die Irmi nach mir ruft, pfeift ihre Mama hinter ihrem Rücken leise, um ihrer Tochter eine kleine Freude zu machen. Hihi! Wenn die wüßte, dass es mich wirklich gibt ...

 

 

 

 

 

 

 

 FELDSPAT, QUARZ UND GLIMMER

 

2004 im Buchverlag Franz Steinmaßl in Grünbach bei Freistadt erschienen, in der Edition Geschichte der Heimat.

Fest gebunden, 144 Seiten; Euro 14,50

 

In diesem Buch werden Geschichten vom Leben erzählt - bewegende Geschichten. Erzählungen von Liebe, Krankheit und Tod, von Menschen und Tieren; voll Gefühl, Zuversicht und Wärme.

 

Der Verleger schreibt darüber: In dieser Sammlung von Erzählungen berichtet Ingrid Streicher von ihrer Kindheit, den prägenden Jugendjahren in der Mittelschulzeit und ihrem Leben als Gattin, Mutter, Liebende und Autorin. Ihr Leben ist gezeichnet von ihrer mutigen Entscheidung, einen bereits kranken Mann zu heiraten, weil die Liebe zu ihm groß genug ist. So erweist sich Ingrid Streicher als eine starke Frau und Erzählerin, die das Sterben eines geliebten Menschen ebensobewegend zu schildern vermag wie die Freude am ersten Kuss.

 

Leseprobe aus dem Kapitel "Tristan der Treue" (Hundegeschichten):

 

....... Das Beobachten war überhaupt seine große Stärke. So konnte der kluge Hund an den Schuhen, die ich wählte, erkennen, was ich vorhatte. Entschied ich mich für den normalen Halbschuh und richterte mir meine SChultasche her, wuste er, ich würde in die Schule gehen, und wie selbstverständlich legte er sich brav auf seinen Platz. Zog ich die festen Wanderschuhe an, ging er in Wartestellung: Nimmt sie mich mit oder nicht? Schüttelte ich langsam den Kopf, zog er sich schmollend zurück. Lächelte ich ihn an, begann er zu heulen, zu springen und zu seiner Leine hin zu laufen, denn dann wusste er, er durfte mich begleiten. Richtete ich am Nachmittag mein schönes Kleid und die schwarzen feinen Schuhe her, begann er traurig zu werden, er wusste, am Abend würde ich ein Konzert besuchen. (Ich weiß natürlich nicht, ob er "Konzert" dachte. Aber dass ich ausgehen würde, ohne ihn, das war ihm schon Stunden zuvor bewusst.

Eines Tages fand ich im Keller alte blaue Turnschuhe, die ich zur Gartenarbeit verwenden wollte. Ich nahm sie mit herauf, setzte mich auf die Stufen vor dem Haus udn machte Anstalten, sie anzuziehen. Der Hund stand vor mir, wie zur Salzsäule erstarrt. Er konnte die blauen Schuhe, die er noch nie gesehen hatte, nicht zuordnen und sah sie mit großen Augen an, dann wieder mich. So ließ er seinen Blick immer wieder hin- und herschweifen, bis ich sie zugebunden hatte. Was jetzt?, schien er zu fragen. In den Garten mit uns!, rief ich, und - noch immer unsicher - lief er vor mir her. Ich glaube, er war erst beruhigt, als ich den Rasenmäher aus dem Schuppen holte und ihn anwarf. Jetzt wusste er endlich Bescheid .......