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 Seit ein paar Tagen gibt es mein neues Buch, das ihr hier sehen könnt,  ehe das Verzeichnis aller anderen Bücher kommt. Es ist im Hager Verlag erschienen, fest gebunden und hat  116 Seiten. Es kostet 17 Euro und kann über den Verlag, eine Buchhanldung, Amazon - oder einfach bei mir bestellt werden.

Wie man schon am Titel erkennen kann, sind es Gedichte, die ich als Gebete einstufe - Gespräche mit Gott, Naturerleben, Bitten, usw. Wie und wo beten wir, reden wir mit Gott? - Eigentlich überall und immer, nicht nur in der Kirche ... ich bete, wenn ich durch den Wald gehe, wenn ich schöne Musik höre, wenn ich Angst um einen geliebten Menschen habe; es gibt so viele Gründe, Orte, Begebenheiten .... denkt nur einmal nach! Und für wen beten wir? Für uns, wenn es uns nicht gut geht, für unsere Kinder ... oder einfach für unsere Erde, diese herrliche Schöpfung Gottes! Das Buch ist in fünf Kapitel gegliedert; ich werde hier ein paar Beispiele anführen. Am Schönsten wäre es natürlich, wenn ihr ein Buch bestellen  und selber darin lesen würdet - und euch manches Gedicht vielleicht auch Trost oder Freude bringt.

 

 

 

 

Meine Bücher

Auf den folgenden Seiten mache ich den Versuch, Ihnen meine Bücher vorzustellen, zumindest mit ein paar kurzen Worten zum Inhalt und einem Foto dazu.

Wenn Sie Interesse daran haben und vielleicht ein Buch bestellen wollen, können Sie mich gerne unter "Kontakt" erreichen und die Bestellung aufgeben.

Ich bin auch gerne bereit, Fragen über meine Bücher zu beantworten.

Wenn Sie sich die Zeit nehmen und sich über alle Bücher informieren wollen, klicken Sie einfach auf "Alle Seiten",

dann können Sie, ohne die einzelnen Seiten immer wieder anzuklicken, die Beschreibungen  in einem durchlesen.

Viel Freude dabei!

 

 

Das sind meine ersten drei eigenen Bücher. Leider sind sie schon vergriffen. Das allererste, „Sommers Ernte“, erschien 1992, ein Jahr nach dem Tod meines jahrelang schwerkranken Gatten. In diesen Texten beschäftige ich mich hauptsächlich mit Krankheit und Tod, aber auch, wie man Leidenszeiten durch eine optimistische Lebenseinstellung bewältigen kann.

Mein zweites Buch erschien 1993: „Der rote Mond“. Prof. Johanna Jonas-Lichtenwallner schrieb in ihrem Vorwort darüber: „Liebesgedichte sind noch lange nicht unmodern, das beweist die Dichterin mit diesem Buch, das man als Denkmal für eine Liebe bezeichnen kann. In wunderbaren freirhythmischen Texten, ungebunden von formalen Hemmnissen, aber tief der Symbolik verhaftet, spricht hier ein Mensch von Erwartung, von Erfüllung, von Trauer … Traum und Wirklichkeit fließen zusammen, werden eins und so stark, daß uns die Kraft der dichterischen Aussage voll bewußt wird.“

Illustriert ist das Buch von Luis Juen aus Grins bei Landeck.

„Heimat ist überall“, 1995 herausgegeben. Prof. Fritz Steiner zu diesem Buch: „Ingrid Streicher greift meisterlich in die Saiten, gilt es die Landschaft, die Liebe, das Leben in seinem Reichtum zu beschreiben. Ihre Wanderungen führen nicht ins Ziellose, sondern ermuntern den Leser, sie in ihre Liebesfähigkeit zu begleiten. Immer aber setzt sie Aufbruch und Einkehr, Staunen und Begreifen voraus …Wie wahr ihre Zeilen aus dem Titelgedicht: Heimat ist überall, wo du empfinden darfst und lieben“!

 

Leseproben:

 

wenn einer

gegangen ist

aus einem Kreis

dann ist

die Leere

tief

 

wenn einer

gegangen ist

ganz leis

dann fehlt

die Mitte

 

wenn einer

gegangen ist

dann wird es

kalt

dann wird es

einsam

das Leben

alt

 

wenn einer

gegangen ist

dann weint

das Herz

zurück bleibt

nagend

das Leid

der Schmerz

 

zurück bleibt

mahnend

sein Platz

im Kreis

 

wenn einer

gegangen ist

ganz leis

 

(aus „Sommers Ernte“)

 

 

 

ein Abend

aus Glas

eine Stunde

aus Elfenbeingesprächen

aus gehauchten Worten

aus ganz leiser Zärtlichkeit

wir berühren uns nicht

aber die Ströme

die aus deinen Augen

meinen Augen

deiner Haut

meiner Haut

deinen Gedanken

meinen Gedanken

fließen

verbrennen uns

Lava

aus dir

und mir

 

(aus „Der rote Mond“)

 

 

 

Heimat

ist überall

in den Wäldern

des Nordens

den Wüsten Afrikas

in Sonnenblumenfeldern

und irgendwo

 

Heimat ist dort

wo Mohnblumen zittern

wo Hirten

die Herden treiben

und das Horn

einsam ruft

 

Heimat ist

zwischen tausend Menschen

und Häusern

und Straßen

und Hast

Heimat ist dort

wo dich

am Gipfel

die Sehnsucht erfaßt

 

Heimat

ist überall

wo du

empfinden darfst

und lieben

 

(aus „Heimat ist überall“)

 

 


 

 

 

„Capriccio“ erschien 1999, enthält „musikalische und andere Lyrik“ sowie Aquarelle und Aktzeichnungen der Linzer Malerin Ute Drexel, 96 Seiten, fest gebunden. In fünf Kapiteln schreibe ich über Musik, Liebe, die Jahreszeiten und, in „Sonntagberg“, über Persönliches. Das Buch enthält auch die acht Gedichte des „Feuervogels“ – dieser Zyklus wurde von Prof. Hubert Schoder für Sopran und Klavier vertont und am 26. Oktober 1997 anläßlich eines Liederabends im Stift Seitenstetten uraufgeführt. Diese Lieder sind auch auf einer CD dokumentiert.

Das Buch ist bereits vergriffen; von der CD gibt es noch Restexemplare (€ 15,--)

 

Auch das Buch „Vertraute Stille“, 2002,  ist mit wunderschönen Blumen- und Landschaftsaquarellen von Ute Drexel bereichert worden. Es enthält auf 80 Seiten Lyrik in japanischen Versformen ( Haiku, Senryu und Tanka). Fest gebunden; leider ist auch dieses Buch nicht mehr erhältlich.

 

 

Textproben:

 

 

 

Schuberts Siebente,

h-Moll

 

ich kann nicht weiter

kann nicht mehr

mein Herz ist ausgelaugt

ganz leer

 

alles

alles was ich bin

und war

das hab ich schon gesagt

 

kein Mensch ist ganz

ich habe nie

nach Resultat und Sinn

gefragt

 

ich singe ewig

so nehmt mich hin

ich singe

auch wenn ich

unvollendet

bin

 

 

 

Föhnsturm

 

der Föhn zersingt

er lauert

hinterm letzten Berg

das Bollwerk

harten Schweigens

und Schüsse

gellen nächtens

durch das Tal

das Eis zerstiebt

das uns umgibt

nie habe

tiefer ich

geliebt

 

 

 

Herbstabend

 

ein sanfter Bogenstrich

des Windes

malt Herbstetüden

in des Buchenwaldes

Flammenmeer

in tiefer Schönheit

ruht der Berg

die abendliche Sonne

läßt der Felder

Feuermale leuchten

Gedanken schweigen

und leise weht

aus einem Fenster

halbgeöffnet

ein Celloklang

der mich berührt

 

(aus „Capriccio“

 

 

 

aus: Spaziergänge am Inn

 

Tausende Möwen,

kreischend, um Futter kämpfend,

begleiten den Strom.

 

Die Abendsonne!

Im Grau des sterbenden Tags

ein flammender Kreis.

 

Müde und traurig

schaue ich und wandere –

denn du bist so weit.

 

 

Frühlingskonzert

 

Lieder waren es,

die den Frühling erweckten.

Nur deine Lieder.

 

Akkorde tanzen am Bach,

Libellen in den Herzen.

 

 

Sonntag

 

Die Vögel singen,

Propheten des Tages,

vor meinem Fenster.

 

Die Hoffnung beginnt

leise und sanft zu blühen,

Glaube und Liebe.

 

Am Abend der Mond.

Schmale Sichel der Sehnsucht

ruft durch die Linde.

 

(aus „Vertraute Stille“)

 


 

 

KIESELSTEINE,

mein erstes Prosawerk, ist 1996 im Internationalen Literatur und Lyrik Verlag Wien erschienen. Ich werde zur Vorstellung dieses Buches die Beschreibung hier anführen, die der Verlag auf die Rückseite des Buches setzte:

„In ihrem persönlichen Erinnerungsbuch KIESELSTEINE erzählt uns Ingrid Streicher alltägliche Erlebnisse, innere und äußere, aus ihren Kinder- und Jugendjahren. Weit spannt sie dabei den Bogen von der Nachkriegszeit, die sie im Mühlviertel verbrachte, damals russische Besatzungszone, bis hin zu den sechziger Jahren und der Zeit ihres Studiums in Wien; von den Schul-, Dorf- und Tiergeschichten ihrer Kindheit, von Freundschaft und erster Liebe, bis hin zu authentischen Anekdoten über Anton Bruckner, überliefert durch die Familie der Autorin. Im Schutz und in der Enge eines strengen, patriarchalisch dominierten Elternhauses aufgewachsen, setzt sich Ingrid Streicher in ihrer autobiographischen Prosa auf der Suche nach der eigenen Identität mit diesem Erbe auseinander – in bewußt einfacher, aber eindringlicher Sprache, die es immer wieder versteht, den Leser zu rühren oder ihn zum Schmunzeln zu bringen.“

Das Buch hat 145 Seiten, ist fest gebunden und kostet € 12,--.

 

Leseprobe aus dem ersten Kapitel:

….

An schönen, warmen Sommertagen liefen wir barfuß in die Schule. Die Böden waren mit so einem eigenartigen schwarzen Staub bedeckt, es war ein herrliches Gefühl, wenn sich der zwischen den Zehen ansammelte. Und in die Pulte waren Tintenfässer eingelassen, gefüllt mit schwarzer, dicker Tinte. Immer wieder kam es vor, daß schlimme Buben die Zöpfe ihrer Vordermädchen in diese eintauchten, was bei vielen zu Schrei- und Weinkrämpfen führte. Mir war das eher egal, ich trug so und so am liebsten die abgelegten Lederhosen meines Bruders und hätte liebend gerne kurze Haare gehabt. Aber Mutti und Oma liebten und lobten meine langen, dicken Zöpfe, und mein Flehen stieß jahrelang auf taube Ohren. Jeden Morgen gab es Tränen, wenn meine Haare ausgebürstet werden mußten. Meine Mutti war die einzige, die mir die Zöpfe so flocht, daß ich zufrieden war, aber meistens hatte sie keine Zeit …. …. Erst als mein Papa mein jahrelanges Betteln über hatte, gab er, sozusagen auf höchster Ebene, grünes Licht, und ich bekam meinen ersehnten Bubikopf – allerdings nicht völlig frei und ungebunden; ein gerader Scheitel wurde an der Seite gezogen, ein Haarspangerl und eine große Masche, je nach Kleidung weiß, blau oder rot, ver(un)zierte nun mein weises Kinderhaupt. Ich glaube, daß dieser jahrelange Zwang zu einer ordentlichen Frisur mit dazu beitrug, daß ich mich als erwachsener Mensch für eine schmuck- und problemlose Eineinhalb-Zentimeter-Kurzhaarfrisur entschied, der Wind und Wetter nichts anhaben können. …..

 


 

 

DER MÜHLSTEIN

 

Zwölf Geschichten von einsamen Menschen,

Stunden und Wanderungen

 

2000 erschienen im Verlag Rudolf Wimmer, Bad Ischl;

152 Seiten, fest gebunden;  € 12,--

 

Zum Inhalt wieder der Klappentext:

In ihrem Buch „Der Mühlstein“ erzählt Ingrid Streicher in zwölf Geschichten von tiefer menschlicher Einsamkeit in einer Ära technologischer Überkommunikation; sie inspiriert dazu, sich Zeit zu nehmen für die eigentlichen Werte des Lebens wie Freundschaft und Liebe, Trauer und Freude, Verständnis für den anderen. Ihre poetischen Texte rühren an den Kern vieler aktueller Probleme, zeigen aber auch Wege auf, diese zu bewältigen.

 

 

Leseprobe aus „Marianne und der November“:

……

Wieder begann Marianne, sich auf den November vorzubereiten.Wie jedes Jahr hat sie Angst vor ihm.Mit dem Wort Herbst verbindet sie noch Wärme, das Gold des reifen Kornes, Enrtedank,Zufriedenheit. Der November aber wird wieder Kälte und Nebel bringen, tiefe Einsamkeit, das Grau. Die Farben sterben. Die Natur hat nicht mehr die Kraft für Rot, Grün, Gelb. Auch sie ist müde und alt geworden. Die Spaziergänge werden kürzer. Vor ein paar Tagen noch hat das Laub lustig geraschelt, als Marianne durch den Donaupark ging und wie ein Kind dieFüßebeim Gehen kaum vom Boden weghob, um mit ihren festen Schuhen die Blätter vor sich her zu schieben. Jetzt rascheln sie nicht mehr, die Blätter, sie sind fade, feucht, in Verwesung. Marianne entflieht, sucht die Geborgenheit ihrer Wohnung. Hier ist es warm und bunt. Sie genießt das Heimkommen, dreht alle Lichter an. Sie denkt: man müßte im November wandern gehen, an der Seite eines lieben Menschen imNebel unterwegs sein, sich dem Ungewissen überlassen in der Gewißheit, daß am Ende des Weges ein Heimkommen ist,eingemeinsames Himkommen, daß man irgendwo eine warme, helle Stube findet, ein Wirtshaus vielleicht, mit Holzbänken und einem Kachelofen und friedlichen Menschen,daß man eng beieinandersitzt, ein Glas Tee oder Glühwein trinkt und Geborgenheit fühlt. Und sie denkt: eigentlich müßte ich dankbar sein, daß ich ein Zuhause habe. Daß ich weiß, wohin ich heimgehen kann – auch, wenn ich alleine bin.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren … ich möchte mein Leben nach Sonnenuhren ausrichten, denkt Marianne. Die Zeit steht still, wenn es draußen grau ist. Sie zählt nicht. Man müßte einen Winterschlaf halten, sich verstecken können vor der Kälte, den Herzschlag verlangsamen. Einigeln.

……

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

FELDSPAT, QUARZ UND GLIMMER

Geschichten vom Leben

erschienen 2004 in der Edition Geschichte der Heimat im Buchverlag Franz Steinmaßl, Grünbach;

144 Seiten, fest gebunden;  €  14,50

 

Zum Inhalt der Klappentext:

In dieser Sammlung von Erzählungen berichtet Ingrid Streicher von ihrer Kindheit im Mühlviertel, den prägenden Jugendjahren in der Mittelschulzeit in Linz und während des Studiums in Wien sowie ihrem Leben als Gattin, Mutter, Liebende und Autorin. Ihr Leben ist gezeichnet von ihrer mutigen Entscheidung, einen bereits kranken Mann zu heiraten, weil die Liebe zu ihm groß genug ist. So erweist sich Ingrid Streicher als eine starke Frau und Erzählerin, die das Sterben eines geliebten Menschen ebenso bewegend zu schildern vermag wie die Freude am ersten Kuß.

 

Leseprobe aus dem Kapitel "Tristan der Treue" (weitere Hundegeschichten)

......

Das Beobachten war überhaupt seine große Stärke. So konnte der kluge Hund an den Schuhen, die ich wählte, erkennen, was ich vorhatte. Entschied ich mich für den normalen Halbschuh und richtete mir meine Schultasche her, wußte er, ich würde in die Schule gehen, und wie selbstverständlich legte er sich brav auf seinen Platz. Zog ich die festen Wanderschuhe an, ging er in Wartestellung: Nimmt sie mich mit oder nicht? Schüttelte ich den Kopf, zog er sich schmollend zurück. Lächelte ich ihn an, begann er zu heulen, zu springen und zu seiner Leine hin zu laufen, die an einem Haken hing, denn dann wußte er, er durfte mich begleiten. Richtete ich am Nachmittag mein schönes Kleid und die schwarzen Abendschuhe her, begann er traurig zu werden, er wußte, am Abend würde ich ein Konzert besuchen. (Ich weiß natürlich nicht, ob er "Konzert" dachte. Aber daß ich ausgehen würde, ohne ihn, das war ihm schon Stunden zuvor bewußt.)

Eines Tages fand ich im Keller alte blaue Turnschuhe, die ich zur Gartenarbeit verwenden wollte. Ich nahm sie mit herauf, setzte mich auf die Stufen vor dem Haus und machte Anstalten, sie anzuziehen. Der Hund stand vor mir, wie zur Salzsäule erstarrt. Er konnte die blauen Schuhe, die er noch nie gesehen hatte, nicht zuordnen und sah sie mit großen Augen an, dann wieder mich. So ließ er seinen Blick immer wieder hin- und herschweifen, bis ich sie zugebunden hatte. Was jetzt? schien er zu fragen. In den Garten mit uns! rief ich, und - noch immer unsicher - lief er vor mir her. Ich glaube, er war erst beruhigt, als ich den Rasenmäher aus dem Schuppen holte und ihn anwarf. Jetzt wußte er endlich Bescheid.

......

 

 

 

 

 


 

GOLDSTERNE AM WEG

 

Eine Wanderung durchs Ybbstal

in Bildern und Gedanken

 

 

2003 kam dieser prächtige Bildband im Verlag Queiser, Amstetten, heraus.

Großformat, 108 Seiten, fest gebunden;  €  19,80

 

Die Herausgeberin Grete Ramharter schreibt in ihren einführenden Worten:

 

„Mit vielen Büchern schon – Lyrikbänden und Erzählungen – hat sich Ingrid Streicher in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser geschrieben. In Perg in Oberösterreich geboren, ist die Schriftstellerin nun bereits dreieinhalb Jahrzehnte in Waidhofen an der Ybbs zu Hause und seit ihrer Pensionierung vomSchuldienst viel unterwegs im Ybbstal, das ihr wahrhaft zweite Heimat geworden ist. Mit bereiter Kamera und offenem Herzen hält sie die Schönheiten dieser Gegend fest, einerseits in stimmungsvollen Bildern, andererseits in tiefempfundenen Worten, die – wie wir es von ihr gewohnt sind – verdichtet werden bis zum letzten. Da sie für dieses Buch in ihren Bildern und Gedanken klug Motive wählt, die auch allgemein Gültigkeit haben, wird „Goldsterne am Weg“ nicht nur Eingang finden in die Leserfamilien dieser Region, sondern darüber hinaus viele feinsinnige Menschen ansprechen und die Botschaft von der Schönheit unserer näheren Heimat hinaustragen in die größere unseres Landes.“

 

Mit den Bildern und Haikus wandert der Leser und Betrachter durch das Ybbstal und durch das Jahr, jede Seite bietet einen neuen Eindruck. Die Texte und Bilder sind genau aufeinander abgestimmt.

 

Hier einige Textproben aus dem Buch:

 

Blütengespinste

am Morgen vor dem Fenster –

Gaben des Frühlings!

 

Glucksendes Bächlein,

am Ufer Dotterblumen.

Leuchten wie Kindheit.

 

Noch dunkel und kühl

die Wege am Lunzer See.

Sehnsucht nach Wärme.

 

 

Brücken sind heilig.

Sie verbinden Menschen und

Länder und Welten.

Gottes Segen für alle,

die wieder Brücken bauen!

 

Drüben am Waldrand

die weißgelben Narzissen.

Sie duften so süß.

 

In einer Krippe

aus Wald, Hügeln und Bächen

die Stadt der Türme.

 

Mittagsonnenschein.

O süßer Sommerduft Heu!

Talher die Glocken.

 

Verwitterter Stein,

Träger uralter Weisheit.

Ruht in sich und fest.

 

Das Gold der Bäume:

teures Geschmeid im Schatz

geliebter Heimat.

 

Zarter Birkenzweig

schwankt unter schwerer Schneelast,

neigt sich in Demut.

 

 

 


 

 

NIGI NAUGI,

das Steinemännchen

und andere Geschichten

 

2006 in der Edition Mondstein; Buchverlag Steinmaßl, Grünburg

 

Als ich 2004 Großmutter wurde, begann ich, für meine Enkelin Lea Kindergeschichten zu schreiben. Meine Schwiegertochter Vera Ledoldis-Streicher, die Malerin ist, illustrierte das Buch mit entzückenden Bildern,  und so entstand NIGI NAUGI – für Kinder und Erwachsene, die im Herzen jung geblieben sind! Leser (oder Vorleser) werden verzaubert von den Geschichten um das kleine Steinemännchen, das in einer alten Felsenmauer wohnt, von den gefährlichen Ausflügen der beiden Stiefelchen, Leas Elfen-Träumen und den Erlebnissen eines kleinen Jungen im Kaufhaus …

 

Das Buch ist fest gebunden, durchwegs illustriert, hat 40 Seiten und kostet  € 11,50.

 

Eine kleine Leseprobe aus der ersten Geschichte:

 

……

Tief drinnen in der Höhle, die sich zwischen den großen Steinblöcken vor Jahrtausenden gebildet hatte, war es dunkel und kühl. Nur durch eine schmale Ritze fiel von hoch oben ein feiner Sonnenstrahl herein, der etwas Wärme und Licht in dieses dunkle Reich brachte. Und genau in diesen kleinen Fleck Sonnenschein hinein bewegte sich jetzt etwas: zwei kleine graue Schuhe, die an zwei zierlichen Füßen steckten, streckten sich und dehnten sich wohlig, und ein sanftes Stimmlein rief: „Ach, ist das gut!“ Und dann tauchte aus der Finsternis schön langsam das ganze Männchen auf, dem diese Füße und Schuhe gehörten. Ein kleines, verhutzeltes Männchen war das, nicht größer als ein Fichtenzapfen, mit einem grünen Moosröckchen über den grauen Hosen, einem riesigen verwilderten Bart im runzeligen Gesichtchen … aber mit hellblauen, freundlichen Augen, die munter herumschauten.

„War denn schon wieder dieses liebe Mädchen da, die Irmi, die mich gerufen hat?“, fragte sich Nigi Naugi, das Steinemännchen, das seit vielen, vielen Jahren hier friedlich unter den Steinblöcken hauste. Ja, und Irmis Mama auch, dachte Nigi Naugi. Die kann nie glauben, dass Irmi mich wirklich einmal gesehen hat! Irmi ist so ein waches Kind, sieht alles und hört alles, und vor allem kann sie noch glauben, dass es Dinge gibt, die die Großen nicht mehr verstehen können! Immer, wenn die Irmi nach mir ruft, pfeift die Mama hinter ihrem Rücken leise, um ihrer Tochter eine kleine Freude zu machen. Hihi! Wenn die wüßte, dass es mich wirklich gibt …

……

 

 


 

 

DER AMSEL LIED

 

Gedichtband,

2008 in der Edition Mondstein erschienen; Buchverlag Steinmaßl, Grünbach.

Das Buch ist fest gebunden und hat 104 Seiten; die Amsel auf dem Titelbild hat Vera Ledoldis-Streicher gemalt. Es kostet € 13,50.

 

„Der Amsel Lied“ ist eine Sammlung von Gedichten, die uns von Blumen und Bäumen, Tieren und Menschen in den verschiedenen Jahrezeiten erzählen und immer wieder die Kongruenz des menschlichen Lebens mit diesem ewigen Kreislauf erkennen lassen.

 

Die Germanistin Mag. Erika Haider schreibt über diese Gedichte:

„Schlichtheit des Satzbaus, gläserne Klarheit der Aussage, und – im Kontrast dazu – eine stark beeindruckende Bildlichkeit: Diese Elemente sind es, die Ingrid Streichers Texten eine besondere Ausstrahlung und Tiefe verleihen. In Strophen oder freien Rhythmen, in Reimen oder einfach über die wunderbare Musikalität ihrer Sprache – auf verschiedensten Wegen erreichen sie das Herz des Lesers.“

 

Leseproben

 

aus dem ersten Teil „… wie ein gehauchter Kuß von Frühling auf eine kalte Wange“:

 

 

Dein Lied, Amsel

 

Vor Sonnenaufgang schon

melodischer Gesang:

dein Lied, Amsel!

Frühlingskünderin,

in Strophen,

flötend und bewegt,

so steckst du

dein Revier;

dann lockst du wieder her

im liebessüßen Drang.

 

Vertraut wie Heimat

ist dein Singen,

dein Trillern, Jubiliern,

und spät im Herbst

dein Abgesang.

Du bleibst.

Du fliehst nicht,

schweigst nicht lang.

 

 

Mutter sein

 

Freude an Kindern –

und ewige Sorge.

 

Lachen mit ihnen –

und nächtens

die Tränen;

 

von der Glückseligkeit

bis zur herztiefen Trauer

alles auskosten,

was Leben.

 

Mutter sein.

 

 

aus dem zweiten Teil „In prächtigen Farben naht wieder der Sommer …“:

 

Sommerwind

 

Wiegst du mich,

Sommerwind,

lieblich

und leise?

 

Trägst du mich,

Sommerwind,

weit

in die Höhn?

 

Streichelst mich,

Sommerwind,

zärtlich

und zögernd,

 

läßt mich

ganz sanft

in den Schlaf

mit dir wehn?

 

 

Lyrik am Baumblatt

 

Golden und rot

schweben die Zettel des Herbstes

schwankend durch den Abend,

wiegen sich schaukelnd im Wind

und verkünden uns

mit wehmütigen Worten

das Ende des Sommers –

 

Lyrik am Baumblatt.

 

 

aus dem dritten Teil „… ein Gebet aus Freude, eine Elegie aus Gold“:

 

 

Unter den Bäumen

 

Rotgoldne Blätterhände

schweben gleich fallenden Fächern

unter den Ahornbaum,

weben ein buntes Gebilde

in den Teppich aus Gräsern und Moos;

 

laden uns ein

zum Wandern  und Träumen …

ach, wieviel Schönheit und Lust

finden wir wieder im Herbst –

unter den Bäumen!

 

 

Vergangenheit

 

Mit jedem Atemzug

versinkt die Gegenwart

in die Vergangenheit,

jede Sekunde Leben

flieht dem Tod entgegen.

Warum nur sehnen wir uns so

nach dem, was war?

Weil wir so jung,

als damals Rosen blühten,

so leicht und fröhlich,

jeder Sorge bar?

 

Die Zukunft, die wir einst erträumten,

die liegt jetzt hinter uns und schläft.

Erinnern klingt aus unsren Liedern.

Und Wehmut. Trauer. Immerdar.

 

 

aus dem vierten Teil „Mit Urgewalt zieht uns ein Sehnen hin …“:

 

 

Das alte Lied

 

Rauhreif

lag am Morgen

auf den Wäldern,

als ich am Weg

die ersten Spuren hinterließ.

 

Jetzt ist es Abend.

Die Dämmerung war lang;

beim Kerzenschein

vernahm ich staunend

irgendwo

das alte Lied,

das einst, vor vielen Jahren,

meine Mutter sang.

 

Er drang ins Herz,

ganz tief,

der wunderbare Klang.

 

 

O stille Nacht

 

Weihrauchduft

zieht durch die Zimmer –

die Rauhnacht weht vorbei …

die Kerzen sind erloschen.

Bis auf die zwei,

die vor dem Fenster

unsren Toten hell den Weg

in unsre Nähe weisen,

 

und die sie wissen lassen,

daß sie noch ganz bei uns.

Gedanken reisen

in die Anderswelt;

der Mond ist groß und voll

und grüßt versonnen

den, der da Andacht hält.

 

O stille Nacht.

In deinen Armen

verliert sich unser ganzes Sein,

versinkt das Streben,

wird alles Erdenleben

bedeutungslos,

gering und klein.

 

 

… und aus dem fünften Teil „Unterm Nußbaum“ (eigenes Leben):

 

Heimliche Liebe

 

Wenn du mich ansiehst

mit deinen klugen Augen,

dann weiß ich,

daß du die Gedanken

hinter meiner Stirne

lesen kannst …

 

und ich versuche,

an Bäume nur zu denken,

an Gräser und an Blumen,

vielleicht auch an Musik …

nur nicht an dich.

 

 

In den Frühling wachsend

 

Am Kirschblütenzweig

ein lichtes Blühn,

ein zartes Blatt

aus Weiß und Grün,

aus Amselkehlen

helles Lied,

und warmer Windhauch

überm Ried …

 

und wachsend du,

geliebtes Kind.

In den Frühling wachsend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

ZWISCHEN BERG UND TAL

Lyrische Wanderung durch das Gesäuse

 

gemeinsam mit Friederike Amort in der Edition Lebenszeichen/Mondstein im Jahre 2009 erschienen, Buchverlag Steinmaßl, Grünburg.

Fest gebunden, 56 Seiten; mit Landschaftsaquarellen von Elfriede Lechner;  € 11,50

 

Im Gesäuse, zwischen Berg und Tal, Natur genießen, Schönheit festhalten! Wer möchte das nicht, wenn er sich in dieser prachtvollen Gegend befindet?

 

Wandern Sie mit durch diese herrliche Landschaft und erfreuen Sie sich an den gehaltvollen Texten und bezaubernden Bildern dieses Buches!

 

Als kleine Leseprobe zuerst zwei Gedichte von Friederike Amort:

 

Bachidylle

 

Zur Lenzeszeit,

wenn Bachläufe

talabwärts rauschen,

dann am Ufer sitzen

und dem Plätschern lauschen,

 

wenn Bachwiesen

wieder wachsen,

gedeihen, blühen,

dann im Grase liegen,

sehen, wie Wolken

ziehen,

 

wenn Bachbänke

einladend warten,

eins sein in harmonie

mit Vogelsang und

gluckernder

Wellenmelodie …

 

 

Mystisches Moor

 

Nebelschleier

kleben an ödem

Geäst und Baum

ein Rabe krächzt

an Tränentagen

man hört ihn kaum

die trübe Wildnis

dämpft sein verlass’nes

Klagen

 

Irrlichter

tanzen zwischen

Halm und Zweigen

die braun und grau

vom Modertod

verführerischen Reigen

das Moor gluckst leise

ganz ferne schimmert

Abendrot

 

 

Und nun noch zwei Gedichte von Ingrid Streicher:

 

Wilde Wasser

 

Jahrtausende

schäumt das Wasser

zwischen den Felsen,

formt und zerbricht

selbst Gestein.

Die Schluchten

zeugen von

stürmenden Kräften –

dies Element

muß ein göttliches sein!

 

 

Herbstwanderung

 

Frischer Schnee auf alten Felsen,

goldnes Laub am jungen Baum;

von den Sorgen fast genesen,

kalter Wind, man spürt ihn kaum.

 

Über Gipfeln blauer Himmel,

Wasser rauschen brausend wild,

drüber lachen Wolkenschimmel –

welch ein friedlich schönes Bild!

 

Berge, abertausend Jahre alt,

zeugen von Beständigkeit;

geht ein Raunen durch den Wald:

hörst es ewig, allezeit.

 

 

 

 


 

 

LEMNISKATE

Gasteiner Geschichten

 

2010 erschienen in der Edition Mondstein; Buchverlag Steinmaßl, Grünbach.

Mit SW-Fotos von der Autorin. Fest gebunden, 64 Seiten;   € 11,50

 

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an das wunderschöne Gasteiner Tal!

 

Zum Inhalt:

Die weibliche Ich-Erzählerin dieser Gasteiner Geschichten verbringt wieder einmal eine Woche in ihrem geliebten Kurort. Sie sucht die Plätze auf, die ihr immer wieder zu einem Born der Freude und des Lebensmutes werden. Auf ihren Wanderungen ins Kötschach- oder Angertal, auf den Promenaden oder im Naßfeld, auf dem Höhenweg oder ganz einfach im Felsenbad erinnert sie sich an manche Begebenheiten in der Vergangenheit, lernt neue Menschen kennen, verliebt sich, nimmt wieder Abschied. Alles Leben ist ein Kreislauf, der beginnt, verströmt und wieder neu beginnt … diese Erkenntnis läßt sie, die kraftlos und traurig hierher gekommen ist, wieder hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

 

Ein positives Buch, voller Humor und Fröhlichkeit. Jedem Kapitel ist ein Gedicht angeschlossen, zum Thema passend. Hier noch zwei Beispiele daraus:

 

Wieder in Gastein

 

Ein Schluchzen geht durch meine Seele,

Ergriffenheit ich nicht verhehle –

nach Jahren wieder in Gastein:

Da kann man doch nur glücklich sein!

 

Die Ache rauscht und braust wie je,

wenn ich an ihrem Ufer geh;

die Berge leuchten weiß und rein –

da muß man wieder glücklich sein!

 

Die Luft, erquickend, herrlich klar,

eion Paradies ist hier, fürwahr!

Dies Tal, voll von Erinnerung –

zufrieden bin ich hier, und jung.

 

 

Lemniskate

 

Der Kreislauf der Natur ist endlich nie.

Nach frost’gem Winter folgt ein linder Lenz,

dem Blühen dann des Sommers Energie –

man fühlt der Sonne segnend Existenz -;

der Tanz der Farben drauf im Malgenie

des Herbst, mit Lorbeer ich ihn gern bekränz’.

Unendlich ist das Wachsen und das Werden,

des Schöpfers Kunst und Allmacht hier auf Erden!

 

 

 


Seite 11

 

 

Sitz di nedda her an Neichtl

Gedichte in Mundart

2013 erschienen im Wolfgang Hager Verlag, Stolzalpe; fest gebunden, 72 Seiten, mit SW-Fotografien von der Verfasserin. Preis. € 13,50

 

Da ich mich in den letzten Jahren immer mehr auch mit dem Schreiben von Mundartgedichten beschäftigte, war es mir ein Bedürfnis, diese auch einmal der Öffentlichkeit vorzustellen. In verschiedenen Abschnitten  geht es um Natur- und Heimatbilder, den Ablauf des Jahres, persönliche Erlebnisse, Sprüche - und Heiteres. Schwierige Mundartausdrücke (und solche, die mir erhaltenswert erscheinen) sind im Anhang erklärt.

 

Einige Beispiele daraus:

 

Sitz di nedda her a Neichtl

 

Sitz di nedda her a Neichtl,

sitz di her zu mia,

Bruada, Schwoga oda Schwesta,

Diandal in da Bliah.

Los ma zua, i zöh da wos,

woaß recht vü zun Redn,

mecht so gern so maunches Wort

an di weidagebn;

gfrei mi, waunst a lochn tuast –

sunst is goa nix, wos du muasst.

 

xxxxx

 

De erschtn Bleamal

 

Schau her,

de erschtn Bleamal do fia di,

de hob i mitbrocht

aus mein altn Goartn.

Schneeglöckal san’s,

gaunz fein und zoart.

Hob so laung meassn woartn!

 

Is jo schau März,

und laung woas kalt und eisi;

nu äuwei liegt da Schnee.

Owa wei d’Sunn jetzt leicht

do draußn,

jetzt tua ea nimma weh.

 

xxxxx

 

Da Martini-Stress

 

De Gansln rennan um des Haus

voa lauta Freid, daß heit nu lebm,

de Gaudi, de is nu ned aus,

ma kau eahna nu Fuada gebm!

 

St. Martin, der is schau vorbei,

und se san oiwai nu putzmunta,

se san nu volla Lebm und frei,

in Kopf tauchans ins Wossa unta.

 

Und schnodan tans, wia d'Weiwaleit

aum Sunnda noch da Mess,

fia olle is a scheene Zeit.

's aus mit'n Martini-Stress!

 

xxxxx

 

Aum Scheenan is,

waun d'Enklkinda do san.

Wauns Diandal locht,

da Bua schreit,

wai ea an Hunga hot ...

Daun woaß i,

zu wos i glebt hob,

und i vagiß de gaunzn Soagn.

 

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