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NIGI NAUGI,

das Steinemännchen

und andere Geschichten

 

2006 in der Edition Mondstein; Buchverlag Steinmaßl, Grünburg

 

Als ich 2004 Großmutter wurde, begann ich, für meine Enkelin Lea Kindergeschichten zu schreiben. Meine Schwiegertochter Vera Ledoldis-Streicher, die Malerin ist, illustrierte das Buch mit entzückenden Bildern,  und so entstand NIGI NAUGI – für Kinder und Erwachsene, die im Herzen jung geblieben sind! Leser (oder Vorleser) werden verzaubert von den Geschichten um das kleine Steinemännchen, das in einer alten Felsenmauer wohnt, von den gefährlichen Ausflügen der beiden Stiefelchen, Leas Elfen-Träumen und den Erlebnissen eines kleinen Jungen im Kaufhaus …

 

Das Buch ist fest gebunden, durchwegs illustriert, hat 40 Seiten und kostet  € 11,50.

 

Eine kleine Leseprobe aus der ersten Geschichte:

 

……

Tief drinnen in der Höhle, die sich zwischen den großen Steinblöcken vor Jahrtausenden gebildet hatte, war es dunkel und kühl. Nur durch eine schmale Ritze fiel von hoch oben ein feiner Sonnenstrahl herein, der etwas Wärme und Licht in dieses dunkle Reich brachte. Und genau in diesen kleinen Fleck Sonnenschein hinein bewegte sich jetzt etwas: zwei kleine graue Schuhe, die an zwei zierlichen Füßen steckten, streckten sich und dehnten sich wohlig, und ein sanftes Stimmlein rief: „Ach, ist das gut!“ Und dann tauchte aus der Finsternis schön langsam das ganze Männchen auf, dem diese Füße und Schuhe gehörten. Ein kleines, verhutzeltes Männchen war das, nicht größer als ein Fichtenzapfen, mit einem grünen Moosröckchen über den grauen Hosen, einem riesigen verwilderten Bart im runzeligen Gesichtchen … aber mit hellblauen, freundlichen Augen, die munter herumschauten.

„War denn schon wieder dieses liebe Mädchen da, die Irmi, die mich gerufen hat?“, fragte sich Nigi Naugi, das Steinemännchen, das seit vielen, vielen Jahren hier friedlich unter den Steinblöcken hauste. Ja, und Irmis Mama auch, dachte Nigi Naugi. Die kann nie glauben, dass Irmi mich wirklich einmal gesehen hat! Irmi ist so ein waches Kind, sieht alles und hört alles, und vor allem kann sie noch glauben, dass es Dinge gibt, die die Großen nicht mehr verstehen können! Immer, wenn die Irmi nach mir ruft, pfeift die Mama hinter ihrem Rücken leise, um ihrer Tochter eine kleine Freude zu machen. Hihi! Wenn die wüßte, dass es mich wirklich gibt …

……

 

 

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