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Sitz di nedda her an Neichtl

Gedichte in Mundart

2013 erschienen im Wolfgang Hager Verlag, Stolzalpe; fest gebunden, 72 Seiten, mit SW-Fotografien von der Verfasserin. Preis. € 13,50

 

Da ich mich in den letzten Jahren immer mehr auch mit dem Schreiben von Mundartgedichten beschäftigte, war es mir ein Bedürfnis, diese auch einmal der Öffentlichkeit vorzustellen. In verschiedenen Abschnitten  geht es um Natur- und Heimatbilder, den Ablauf des Jahres, persönliche Erlebnisse, Sprüche - und Heiteres. Schwierige Mundartausdrücke (und solche, die mir erhaltenswert erscheinen) sind im Anhang erklärt.

 

Einige Beispiele daraus:

 

Sitz di nedda her a Neichtl

 

Sitz di nedda her a Neichtl,

sitz di her zu mia,

Bruada, Schwoga oda Schwesta,

Diandal in da Bliah.

Los ma zua, i zöh da wos,

woaß recht vü zun Redn,

mecht so gern so maunches Wort

an di weidagebn;

gfrei mi, waunst a lochn tuast –

sunst is goa nix, wos du muasst.

 

xxxxx

 

De erschtn Bleamal

 

Schau her,

de erschtn Bleamal do fia di,

de hob i mitbrocht

aus mein altn Goartn.

Schneeglöckal san’s,

gaunz fein und zoart.

Hob so laung meassn woartn!

 

Is jo schau März,

und laung woas kalt und eisi;

nu äuwei liegt da Schnee.

Owa wei d’Sunn jetzt leicht

do draußn,

jetzt tua ea nimma weh.

 

xxxxx

 

Da Martini-Stress

 

De Gansln rennan um des Haus

voa lauta Freid, daß heit nu lebm,

de Gaudi, de is nu ned aus,

ma kau eahna nu Fuada gebm!

 

St. Martin, der is schau vorbei,

und se san oiwai nu putzmunta,

se san nu volla Lebm und frei,

in Kopf tauchans ins Wossa unta.

 

Und schnodan tans, wia d'Weiwaleit

aum Sunnda noch da Mess,

fia olle is a scheene Zeit.

's aus mit'n Martini-Stress!

 

xxxxx

 

Aum Scheenan is,

waun d'Enklkinda do san.

Wauns Diandal locht,

da Bua schreit,

wai ea an Hunga hot ...

Daun woaß i,

zu wos i glebt hob,

und i vagiß de gaunzn Soagn.

 

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