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„Capriccio“ erschien 1999, enthält „musikalische und andere Lyrik“ sowie Aquarelle und Aktzeichnungen der Linzer Malerin Ute Drexel, 96 Seiten, fest gebunden. In fünf Kapiteln schreibe ich über Musik, Liebe, die Jahreszeiten und, in „Sonntagberg“, über Persönliches. Das Buch enthält auch die acht Gedichte des „Feuervogels“ – dieser Zyklus wurde von Prof. Hubert Schoder für Sopran und Klavier vertont und am 26. Oktober 1997 anläßlich eines Liederabends im Stift Seitenstetten uraufgeführt. Diese Lieder sind auch auf einer CD dokumentiert.

Das Buch ist bereits vergriffen; von der CD gibt es noch Restexemplare (€ 15,--)

 

Auch das Buch „Vertraute Stille“, 2002,  ist mit wunderschönen Blumen- und Landschaftsaquarellen von Ute Drexel bereichert worden. Es enthält auf 80 Seiten Lyrik in japanischen Versformen ( Haiku, Senryu und Tanka). Fest gebunden; leider ist auch dieses Buch nicht mehr erhältlich.

 

 

Textproben:

 

 

 

Schuberts Siebente,

h-Moll

 

ich kann nicht weiter

kann nicht mehr

mein Herz ist ausgelaugt

ganz leer

 

alles

alles was ich bin

und war

das hab ich schon gesagt

 

kein Mensch ist ganz

ich habe nie

nach Resultat und Sinn

gefragt

 

ich singe ewig

so nehmt mich hin

ich singe

auch wenn ich

unvollendet

bin

 

 

 

Föhnsturm

 

der Föhn zersingt

er lauert

hinterm letzten Berg

das Bollwerk

harten Schweigens

und Schüsse

gellen nächtens

durch das Tal

das Eis zerstiebt

das uns umgibt

nie habe

tiefer ich

geliebt

 

 

 

Herbstabend

 

ein sanfter Bogenstrich

des Windes

malt Herbstetüden

in des Buchenwaldes

Flammenmeer

in tiefer Schönheit

ruht der Berg

die abendliche Sonne

läßt der Felder

Feuermale leuchten

Gedanken schweigen

und leise weht

aus einem Fenster

halbgeöffnet

ein Celloklang

der mich berührt

 

(aus „Capriccio“

 

 

 

aus: Spaziergänge am Inn

 

Tausende Möwen,

kreischend, um Futter kämpfend,

begleiten den Strom.

 

Die Abendsonne!

Im Grau des sterbenden Tags

ein flammender Kreis.

 

Müde und traurig

schaue ich und wandere –

denn du bist so weit.

 

 

Frühlingskonzert

 

Lieder waren es,

die den Frühling erweckten.

Nur deine Lieder.

 

Akkorde tanzen am Bach,

Libellen in den Herzen.

 

 

Sonntag

 

Die Vögel singen,

Propheten des Tages,

vor meinem Fenster.

 

Die Hoffnung beginnt

leise und sanft zu blühen,

Glaube und Liebe.

 

Am Abend der Mond.

Schmale Sichel der Sehnsucht

ruft durch die Linde.

 

(aus „Vertraute Stille“)

 

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